Digitale Farbkommunikation in Druckprozessen

e.GEN
©Matthews International GmbH
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Digitale Farbkommunikation in Druckprozessen – gemeinsame Studie von SAUERESSIG und ppg > flexofilm zeigt Mehrwerte

In der Verpackungs- und Druckindustrie hat sich in den letzten Jahren im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung viel verändert. Wie eine digitale Farbkommunikation in Druckprozessen im Vergleich zum konventionellen Prozess der Farbrezeptierung aussehen kann, hat SAUERESSIG in Zusammenarbeit mit dem innovativen Verpackungs-Spezialisten ppg > flexofilm getestet.

Der bleibende Eindruck einer Verpackung, und damit einhergehend die herausragende Platzierung des Produkts sowie ein einheitlicher Markenauftritt, haben für namhafte Marken und Expert:innen aus der Verpackungsbranche oberste Priorität. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an ein ausgewogenes Farbkonzept, an das Erreichen von Farbzielen und an eine gleichbleibend hohe Druckqualität. Bislang geht der Prozess der Farbkontrolle mit einem enormen Einsatz von Ressourcen wie Zeit, Material und Energie einher. Um die Farbechtheit auf Verpackungen sicherzustellen, werden physische Mock-ups produziert, lange Rüstzeiten an der Druckmaschine vorgenommen, Testdrucke gefahren und persönliche Druckabnahmen vor Ort durchgeführt. Doch wie könnte eine Einsparung von Ressourcen in Druckprozessen sowie eine weltweite Farbkontinuität gestützt auf digitale Prozesse aussehen, und welche Vorteile ergeben sich gegenüber konventionellen Methoden?

In ihrer Studie haben die Farbtechniker:innen von c.INKTEC aus dem Hause SAUERESSIG in Zusammenarbeit mit ppg > flexofilm die Vorteile des innovativen Prozesses erprobt. Unter Produktionsbedingungen testeten sie die Farbrezeptierung und -einstellungen zum Druck flexibler Verpackungen im Tiefdruckverfahren auf einer Rotomec RS 4004-Druckmaschine. Hierbei wurde der konventionelle Prozess der Farberstellung anhand von rein visuellen Methoden dem SAUERESSIG c.INKTEC-Workflow gegenübergestellt. Beide Prozesse wurden qualitativ durch spektralfotometrische Messungen verglichen und geprüft.

Um eine reibungslose und kontinuierliche digitale Farbkommunikation in Druckprozessen – und zwar von Anfang bis zum Ende der Prozesskette – zu ermöglichen, greift der c.INKTEC-Workflow bei dem Drucker bereits an vorgelagerter Stelle in den Prozess ein. Für die Studie wurde unter Verwendung der SAUERESSIG ingenio gravio Laborandruckmaschinen die Druckfarbe bereits vor dem eigentlichen Druckprozess an die benötigten Spezifikationen für den Tiefdruck sowie das Originalsubstrat angepasst. Durch die Erstellung der Farbrezeptur in der Laborumgebung konnte diese entsprechend bereits im Vorfeld geprüft und validiert werden. Die Farbabschläge wurden daraufhin zur Anpassung der Reprodaten genutzt, um das gewünschte Ergebnis ohne weitere aufwendige Farbkontrolle vor Ort nachfolgend an der Produktionsmaschine zu erreichen. Dank c.CLOUD, der cloud-basierten Softwarelösung aus dem SAUERESSIG e.GEN-Portfolio, ist es darüber hinaus möglich, alle Informationen zur erstellten Farbe und der jeweiligen zugehörigen Farbrezeptur zentral abzuspeichern – sodass sie jederzeit und weltweit abrufbar sind. Durch bereitgestellte Plug-Ins können die Farbvorgaben direkt in das Verfahren integriert werden.

Die Ergebnisse der Studie sind vielversprechend. Ingo Büning, Senior Sales Manager der SAUERESSIG Group, ist davon überzeugt, dass Farbabweichungen des Fortdrucks zum Proof demnächst der Vergangenheit angehören werden und führt an: „Die Analyse hat gezeigt, dass sich eine gute Vorarbeit im Bereich der Farbkommunikation auszahlt. Kostspielige und zeitaufwändige Korrekturen an der Druckmaschine können definitiv vermieden werden.“ Die Einsparung von Ressourcen in Druckprozessen kann folglich als einer der größten Benefits dieses Vorgehens gesehen werden. Durch den ganzheitlichen Ansatz können sich die Prozessoptimierungen auch bei Folgeprojekten bezahlt machen. c.CLOUD übernimmt die digitale Farbkommunikation zwischen allen Stakeholdern und bietet vollständige Transparenz entlang der gesamten Lieferkette.

Doch damit sind die Möglichkeiten der Digitalisierung in Druckprozessen noch längst nicht ausgeschöpft. Ein nächster großer Schritt in die Zukunft ist die Entwicklung von Virtual Reality-gestützten Prozessen, anhand derer sich Geschäftspartner:innen, unabhängig von Zeit und Ort, durch die Welt der Farben bewegen können. „Mit den neuen Möglichkeiten werden wir zukünftig eine ganz neue Dimension in der Farbwelt betreten, Produkte virtuell erleben und unsere Prozesse noch dichter miteinander verzahnen können“, erklärt Christian Groh, Business Unit Director e.GEN bei der SAUERESSIG Group.

Auf einem nachhaltigen Weg entlang einer globalisierten Wertschöpfungskette leistet SAUERESSIG einen positiven Beitrag zum Wandel in ressourcenschonende Kreisläufe, die nicht nur die Art und Weise des Arbeitens, sondern auch die Lieferkette in der Verpackungs- und Druckindustrie neu gestaltet.

 

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